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Jul/08

11

ISSGC08 – Tag 4

Das Hands-on Practical über Globus verlief ohne große Besonderheiten. Wir haben uns die Resources, web-services, usw. angesehen, plenty of jobs abgeschickt, und generell rumexperimentiert.

Danach hat Prof. Dr. Joel Saltz, von der Ohio State University, per Online-Meeting-Software einen Vortrag hier gehalten. Das verlief leider nicht ganz problemlos. Zuerst war die Software, irgendwas von Acrobat, anscheinend so unintuitiv zu bedienen, dass Anfangs die Folien automatisch alle 2 Sekunden vorgeblättert wurden. Als das Problem gelöst war, hatten wir immernoch mit einigen Lags und zwischendurch auch mal mit Komplettausfällen zu kämpfen. Das machte es ziemlich schwer, dem ohnehin schon dröge vorgetragenenen Thema zu folgen. Außerdem gab es leider mal wieder überhaupt keine technische, oder evaluative, Details. Das hatten bisher fast alle Abschluss-Vorträge gemeinsam. Sie werden immer von Projektleitern gehalten und sollen echte Praxisanwendungen zeigen. Das Problem ist nur, dass eben jene Projektleiter leider nie auf Details eingehen. Mit evaluativen Details meine ich sowas wie: “Wir haben gemerkt dass XY extrem schwer zu machen ist, weil AB. Wir haben herausgefunden, dass CDE sehr gut funktioniert….”. Also wirklich ERGEBNISSE der Projekte. Die Vorträge die wir im Endeffekt zu hören bekommen, sind im Großen und Ganzen eher Werbevorträge, das habe ich ja Montag schon angemerkt. Ich muss allerdings etwas zurücknehmen, was ich Montag dazu gesagt habe: das man garnichts dabei lernt stimmt auch nicht ganz. Den Organisatoren scheint es wichtig zu sein, dass wir eine Vorstellung davon haben was Alles in der Grid-Community getan wird. Also aus welchen Fachbereichen es welche Projekte gibt, was welche User vom Grid erwarten, usw.

Oberfläche der Telco-Software

Unmittelbar nach dem Vortrag startete dann der schon lange angekündigte Treasure Hunt (eine Schnitzeljagd)! Es hört sich zwar im ersten Moment komisch an, aber die Idee den Treasure Hunt zu veranstalten fand ich klasse. Wir haben das ja vor zwei Jahren sogar auf der Weihnachtsfeier von unserem Fraunhofer Institut gemacht. Wie das bei Informatikern natürlich sein muss, wurde sogar der Treasure Hunt mit Folien auf einem Projektor erklärt! Die Folien dazu finden sich hier als PDF und PPT. ;) Malcolm hat sich einiges dabei gedacht und hat es dann auch gut rübergebracht. Zum Einen sollte es eine Generalprobe für die Teamarbeit nächste Woche werden, wo wir uns gegenseitig kennen müssen um unsere Arbeit sinnvoll aufzuteilen. Zum Anderen sollten wir uns fühlen wie einem Distributed System und deren Probleme mal am eigenen Leib spüren. Schließlich müssten wir die Suche parallelisieren und in Subprobleme aufteilen, die wir dann wiederum auf verschiedene Leute aufteilen, damit die Zeit effizient genutzt wird, und uns Gedanken über fehlerkorrigierende Codes machen, um unsere Lösungen nicht auf dem Weg zu vergessen, … Das ganze war unheimlich geeky, hier ein Ausschnitt aus den Folien:

Why a treasure hunt?

  • To have fun
  • To organise a search
    • Parallelisable
    • Subtasks unpredictable
  • To organise a team
    • Division into subtasks
    • Allocation of subtasks
    • Reporting success or failure
      • No mobile phones allowed!!
    • Rescheduling effort
  • Collaborate to win
  • Protect your knowledge

Die Aufgaben waren 16 Hinweise auf Orte in Balatonfüred, manche vermeintlich offensichtlich, manche rätselhaft, manche kryptisch, die wir aufsuchen mussten. An den Orten waren dann wiederum Sätze versteckt. Für jeden gefunden Satz bekam man 2 Punkte. Jeden dieser Sätze war aber selber wieder ein Rätsel, beispielsweise ein Anagram oder Wortspiel, und konnte in eine Person oder Sache, die etwas mit der Summer School zu tun hat, übersetzt werden. Von vorneherein ausgeschlossen wurde, dass man in der ganzen Gruppe zusammenbleiben kann. Man braucht etwa 2,5 Stunden um nur die Strecke am Stück abzugehen, und das setzt voraus, dass man weiß wo man hingeht, und an Ort und Stelle nicht mehr nach Hinweisen suchen muss. Wir haben uns also erstmal auf die Terrasse gesetzt und geplant: Die Hinweise zu Orten, oder wenigstens Regionen, entschlüsselt, Cluster von nahe beieinander liegenden Hinweisen gebildet, und auf unsere Unterteams aufgeteilt. Es gab sogar Hinweise zu denen man schwimmen musste, weil die IM Plattensee an einem Floß befestigt waren!
Wir haben letzten Endes um 21:27 Uhr abgegeben. Bei der Siegerehrung wurde dann verkündet: Gruppe Flamingo erreichte 77 von 80 möglichen Punkten, und hat somit gewonnen. Strike! Unser Preis war neben Ruhm und Ehre eine Packung Pralinen, zwei Flaschen ungarischen Weins, und eine Tretbootfahrt auf dem Plattensee. \o/

Das ganze war eine gelungene und angenehme Abwechslung zum ständigen Arbeiten am PC. Endlich nochmal ein bisschen Bewegung. Und unserem Team tat es definitiv gut, vorher war ich mir nichtmal sicher alle Namen richtig im Kopf zu haben. Das Spiel und unsere anschließende “Siegesfeier” hat uns aber ziemlich zusammengebracht.

Hooray for the Flamingos!

André

PS: Ich hab eine Beschwerde bekommen, dass ich nie auf den Fotos bin, also hier ein absolut gestelltes Foto zum Ausgleich:

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